WEBVTT

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00:00:00.000 --> 00:00:14.980
Hallo und herzlich willkommen bei Körper und Seele, deinem Gesundheitspodcast.

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00:00:16.960 --> 00:00:22.400
Hier ist Patrick vom Vitalis Zentrum. Schön, dass du heute dabei bist.

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00:00:22.400 --> 00:00:29.360
Bevor wir mit dem heutigen Thema starten, möchte ich noch einmal kurz an die letzte

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00:00:29.360 --> 00:00:36.080
Folge anknüpfen. In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen, wie oft unser Körper

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00:00:36.080 --> 00:00:41.840
mit uns spricht und wie leicht wir diese Signale im Alltag übersehen oder ignorieren.

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00:00:41.840 --> 00:00:47.400
Vielleicht erinnerst du dich auch noch an die Frage aus der letzten Folge.

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00:00:47.400 --> 00:00:52.380
Wann hast du aufgehört, deinem Körper zuzuhören?

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00:00:52.380 --> 00:01:01.560
Wir haben darüber gesprochen, wie unser Körper uns über Energie, Verdauung, Schlaf,

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00:01:01.560 --> 00:01:06.660
Wohlbefinden oder Beschwerden immer wieder Hinweise gibt.

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00:01:06.660 --> 00:01:11.100
Und genau daran möchte ich heute anknüpfen.

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00:01:11.100 --> 00:01:16.440
Denn es gibt ein Signal, das unglaublich viele Menschen kennen.

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00:01:16.440 --> 00:01:24.560
Ein Signal, das in unserer Gesellschaft fast schon als normal angesehen wird und gleichzeitig

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00:01:24.560 --> 00:01:27.740
eines der wichtigsten Signale unseres Körpers überhaupt ist.

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00:01:29.560 --> 00:01:32.080
Der Titel der heutigen Folge lautet

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00:01:32.080 --> 00:01:36.680
Was versucht dir deine Erschöpfung zu sagen?

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00:01:38.780 --> 00:01:39.380
Kennst du das?

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00:01:40.620 --> 00:01:43.940
Du stehst morgens auf und fühlst dich eigentlich schon müde.

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00:01:43.940 --> 00:01:48.820
Der Tag beginnt und du funktionierst.

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00:01:49.700 --> 00:01:58.240
Du arbeitest, du kümmerst dich um deine Familie, du erledigst deine Aufgaben, du machst einfach weiter.

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00:02:00.220 --> 00:02:06.020
Und irgendwann kommt der Moment, an dem du denkst, ich brauche einfach nur Urlaub.

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00:02:07.340 --> 00:02:10.260
Ich brauche einfach nur ein freies Wochenende.

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00:02:10.260 --> 00:02:13.960
Ich muss einfach mal ausschlafen.

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00:02:15.380 --> 00:02:19.800
Doch manchmal ist Erschöpfung mehr als nur Schlafmangel.

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00:02:21.600 --> 00:02:25.320
Manchmal versucht unser Körper, uns etwas mitzuteilen.

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00:02:27.820 --> 00:02:29.100
Und genau darum geht es heute.

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00:02:30.400 --> 00:02:35.180
Denn wenn wir ehrlich sind, hören viele Menschen die Signale ihres Körpers durchaus.

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00:02:35.180 --> 00:02:46.060
Sie spüren sie, sie bemerken sie, sie nehmen sie wahr, aber sie reagieren nicht darauf.

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00:02:46.060 --> 00:02:52.280
Wir merken, dass wir müde sind, wir merken, dass wir erschöpft sind,

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00:02:52.280 --> 00:02:59.020
wir merken, dass wir eigentlich eine Pause bräuchten. Und trotzdem machen wir weiter.

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00:02:59.020 --> 00:03:07.620
Warum? Ich glaube, weil viele von uns gelernt haben zu funktionieren. Schon früh in unserem

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00:03:07.620 --> 00:03:18.440
Leben, in der Schule, im Beruf, im Alltag. Wir lernen Aufgaben zu erfüllen, wir lernen Leistung

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00:03:18.440 --> 00:03:26.940
zu bringen, wir lernen durchzuhalten. Und das kann eine wertvolle Fähigkeit sein. Doch manchmal

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00:03:26.940 --> 00:03:35.260
lernen wir dabei etwas anderes nicht. Auf uns selbst zu achten. Denn viele Menschen haben ganz

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00:03:35.260 --> 00:03:43.020
unbewusst gelernt, je mehr ich schaffe, desto wertvoller bin ich. Je produktiver ich bin,

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00:03:43.860 --> 00:03:50.500
desto besser bin ich. Je mehr ich für andere tue, desto mehr Anerkennung bekomme ich.

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00:03:50.500 --> 00:03:56.260
Und irgendwann entsteht dadurch eine sehr gefährliche Verbindung.

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00:03:56.260 --> 00:04:01.540
Wir verwechseln unseren Wert als Mensch mit unserer Leistung.

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00:04:01.540 --> 00:04:08.620
Doch wenn unser Wert von unserer Leistung abhängt, wird jede Pause plötzlich schwierig.

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00:04:08.620 --> 00:04:15.340
Denn dann fühlt sich eine Pause nicht mehr wie Erholung an, sondern fast wie Stillstand.

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00:04:15.340 --> 00:04:22.840
Fast wie Versagen. Fast so, als würden wir in dieser Zeit nichts beitragen.

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00:04:22.840 --> 00:04:30.940
Und genau deshalb fällt es vielen Menschen so schwer, sich wirklich auszuruhen. Denn während

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00:04:30.940 --> 00:04:37.000
der Körper nach Erholung ruft, meldet sich gleichzeitig eine innere Stimme. Du müsstest

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00:04:37.000 --> 00:04:45.060
eigentlich noch etwas tun. Du müsstest produktiver sein. Du dürftest jetzt nicht einfach nichts

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00:04:45.060 --> 00:04:54.440
machen. Vielleicht kennst du solche Gedanken sogar von dir selbst. Und vielleicht liegt

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00:04:54.440 --> 00:05:01.160
genau hier eine der wichtigsten Erkenntnisse. Dein Wert als Mensch entsteht nicht durch deine

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00:05:01.160 --> 00:05:09.760
Leistung. Nicht dadurch, wie viel du schaffst. Nicht dadurch, wie produktiv du bist. Nicht

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00:05:09.760 --> 00:05:17.660
dadurch, wie viel du für andere tust. Du bist nicht wertvoll, weil du leistest. Du leistest,

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00:05:17.660 --> 00:05:25.500
weil du bereits wertvoll bist. Und vielleicht wird es genau deshalb manchmal Zeit, sich daran

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00:05:25.500 --> 00:05:32.180
zu erinnern, dass Pausen nichts von deinem Wert wegnehmen. Sie helfen dir viel mehr dabei,

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00:05:32.680 --> 00:05:39.940
langfristig gesund zu bleiben. Denn ein Mensch wird nicht erst dann wertvoll, wenn er etwas

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00:05:39.940 --> 00:05:49.120
leistet. Er war es schon vorher. Und trotzdem fällt es vielen Menschen schwer, dieses Wissen

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00:05:49.120 --> 00:05:56.160
wirklich zu leben. Denn selbst wenn wir verstehen, dass unser Wert nicht von unserer Leistung abhängt,

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00:05:57.560 --> 00:06:03.400
bedeutet das noch lange nicht, dass wir uns Pausen automatisch erlauben können. Oft melden sich dann

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00:06:03.400 --> 00:06:10.700
andere Gedanken. Gedanken wie, ich muss das noch fertig machen, ich kann jetzt nicht ausfallen,

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00:06:10.700 --> 00:06:21.080
Ich ziehe das noch schnell durch. Danach ruhe ich mich aus. Und genau so beginnt häufig der Kreislauf,

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00:06:21.080 --> 00:06:27.800
indem wir die Signale unseres Körpers immer weiter nach hinten verschieben. Dieses Danach

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00:06:27.800 --> 00:06:34.640
verschiebt sich oft immer weiter und irgendwann wird aus einem anstrengenden Tag eine anstrengende

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00:06:34.640 --> 00:06:43.340
Woche, dann ein anstrengender Monat. Und irgendwann wundern wir uns, warum wir ständig erschöpft sind.

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00:06:43.340 --> 00:06:51.680
Dabei ist Erschöpfung häufig kein Zeichen von Schwäche. Vielleicht ist sie vielmehr ein Zeichen

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00:06:51.680 --> 00:06:56.900
dafür, dass wir über einen längeren Zeitraum mehr gegeben haben, als wir wieder aufgefüllt

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00:06:56.900 --> 00:07:04.040
haben. Und ich glaube, ein weiterer Grund, warum viele Menschen ihre Erschöpfung so lange ignorieren,

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00:07:04.040 --> 00:07:11.640
sind Schuldgefühle. Gerade gegenüber den Menschen, die wir lieben. Vielleicht kennst du solche

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00:07:11.640 --> 00:07:19.260
Gedanken. Ich müsste eigentlich noch etwas für meinen Partner tun. Ich müsste noch für die

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00:07:19.260 --> 00:07:28.260
Familie da sein. Ich müsste noch dies oder das erledigen. Und wenn wir uns dann einmal bewusst

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00:07:28.260 --> 00:07:34.020
Zeit für uns nehmen möchten, taucht manchmal sofort ein schlechtes Gewissen auf. Fast so,

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00:07:34.040 --> 00:07:41.060
als müssten wir uns Erholung erst verdienen. Doch je länger ich mich mit Gesundheit beschäftige,

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00:07:41.060 --> 00:07:51.500
desto mehr habe ich verstanden. Sich auszuruhen ist kein Egoismus. Es ist Verantwortung. Denn

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00:07:51.500 --> 00:07:59.800
wir können nur so gut für andere da sein, wie wir auch für uns selbst sorgen. Wenn wir ständig geben,

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00:07:59.800 --> 00:08:06.180
ohne unsere eigenen Energiereserven wieder aufzufüllen, entsteht irgendwann ein Ungleichgewicht.

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00:08:08.080 --> 00:08:11.500
Und dieses Ungleichgewicht zeigt sich oft zuerst durch Erschöpfung.

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00:08:13.840 --> 00:08:17.140
Deshalb ist eine Pause nicht etwas, das wir gegen unsere Liebsten machen.

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00:08:18.600 --> 00:08:22.500
Eine Pause ist oft etwas, das wir auch für unsere Liebsten machen.

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00:08:23.460 --> 00:08:30.260
Denn wenn wir dauerhaft über unsere Grenzen gehen, besteht die Gefahr, dass wir irgendwann selbst keine Kraft mehr haben.

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00:08:31.220 --> 00:08:35.940
Und dann kommt häufig genau das, was wir eigentlich vermeiden wollten.

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00:08:37.700 --> 00:08:41.340
Wir können nicht mehr so für andere da sein, wie wir es gerne möchten.

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00:08:43.300 --> 00:08:47.720
Und vielleicht beginnt dieses Thema sogar viel früher, als wir denken.

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00:08:47.720 --> 00:08:55.040
Wenn ich auf mein eigenes Leben zurückblicke, dann war das Thema Schuldgefühle schon in meiner

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00:08:55.040 --> 00:09:01.560
Kindheit präsent. Nicht unbedingt bewusst. Aber ich habe früh gelernt, immer mit dem Blick zu

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00:09:01.560 --> 00:09:08.180
haben, was andere von mir denken könnten. Ob etwas in Ordnung ist, ob ich etwas darf,

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00:09:08.180 --> 00:09:15.560
ob ich vielleicht jemanden enttäusche. Und ich glaube, viele Menschen kennen das in der einen

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00:09:15.560 --> 00:09:24.000
oder in der anderen Form. Manche wachsen in Familien auf, in denen die Bedürfnisse anderer

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00:09:24.000 --> 00:09:31.380
Menschen immer an erster Stelle standen. Manche lernen früh, es allen recht machen zu wollen.

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00:09:33.320 --> 00:09:40.680
Manche lernen, dass sie lieb und angepasst sein müssen. Und manche entwickeln dadurch ganz

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00:09:40.680 --> 00:09:45.320
unbewusst das Gefühl, dass sie sich für ihre eigenen Bedürfnisse rechtfertigen müssen.

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00:09:45.560 --> 00:09:48.860
Dass sie sich erklären müssen, wenn sie eine Pause brauchen.

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00:09:50.520 --> 00:09:54.000
Dass sie sich schuldig fühlen, wenn sie einmal an sich selbst denken.

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00:09:56.340 --> 00:10:02.180
Und genau deshalb fällt es vielen Menschen später so schwer, auf die Signale ihres Körpers zu hören.

88
00:10:03.300 --> 00:10:12.720
Nicht, weil sie diese Signale nicht wahrnehmen, sondern weil sie gelernt haben, die Bedürfnisse anderer Menschen wichtiger zu nehmen als ihre eigenen.

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00:10:12.720 --> 00:10:18.720
Doch irgendwann stellt uns das Leben häufig eine wichtige Frage.

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00:10:18.720 --> 00:10:21.840
Darf ich auch für mich selbst sorgen?

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00:10:21.840 --> 00:10:25.200
Darf ich mir Pausen erlauben?

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00:10:25.200 --> 00:10:31.260
Darf ich auf meinen Körper hören, ohne mich dafür schuldig zu fühlen?

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00:10:31.260 --> 00:10:35.400
Und ich glaube, die Antwort darauf lautet ja.

94
00:10:35.400 --> 00:10:39.720
Denn Selbstfürsorge bedeutet nicht, dass wir andere Menschen weniger lieben.

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00:10:39.720 --> 00:10:47.580
Selbstfürsorge bedeutet nicht, dass wir egoistisch werden. Selbstfürsorge bedeutet vielmehr,

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00:10:47.580 --> 00:10:53.760
Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Und genau dadurch können wir langfristig,

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00:10:53.760 --> 00:11:00.720
oft auch viel besser für die Menschen da sein, die uns wichtig sind. Denn wir können nur aus

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00:11:00.720 --> 00:11:07.280
dem weitergeben, was in uns selbst vorhanden ist. Und wenn wir dauerhaft unsere eigenen

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00:11:07.280 --> 00:11:13.700
Energiereserven ignorieren, wird es irgendwann immer schwieriger für andere da zu sein, ohne

100
00:11:13.700 --> 00:11:20.600
dabei selbst auszubrennen. Und vielleicht erkennst du dich in dem einen oder anderen

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00:11:20.600 --> 00:11:26.520
Gedanken wieder. Vielleicht kennst du dieses schlechte Gewissen, wenn du einmal nichts tust.

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00:11:29.580 --> 00:11:33.060
Vielleicht kennst du das Gefühl, immer für andere da sein zu müssen.

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00:11:33.060 --> 00:11:41.220
Oder vielleicht kennst du einfach das Gefühl, ständig weiterzumachen, obwohl dein Körper

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00:11:41.220 --> 00:11:47.520
eigentlich schon längst nach einer Pause ruft. Und genau dabei muss ich an einen Kunden denken,

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00:11:47.520 --> 00:11:54.720
den ich begleiten durfte. Er ist beruflich sehr erfolgreich. Er hat viel erreicht. Er trägt

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00:11:54.720 --> 00:12:02.640
Verantwortung. Und er ist jemand, der immer bereit war, Einsatz zu zeigen. Wenn er etwas

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00:12:02.640 --> 00:12:09.200
erledigt werden musste, hat er es erledigt. Wenn Herausforderungen da waren, hat er Lösungen

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00:12:09.200 --> 00:12:19.380
gefunden. Und genau dadurch ist in seinem Beruf auch sehr weit gekommen. Doch gleichzeitig hat

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00:12:19.380 --> 00:12:25.200
sein Körper über einen langen Zeitraum immer wieder Signale gesendet. Nicht, weil er sich gar

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00:12:25.200 --> 00:12:30.480
keine Pausen gegönnt hätte. Ganz im Gegenteil. Er hat sich durchaus auch mal Zeit für sich genommen.

111
00:12:30.480 --> 00:12:39.360
Aber wenn man das Verhältnis betrachtet, war da über viele Jahre deutlich mehr Leistung als Regeneration.

112
00:12:39.360 --> 00:12:47.940
Deutlich mehr geben als auftanken. Und irgendwann hat sein Körper angefangen,

113
00:12:47.940 --> 00:12:51.740
immer deutlicher zu zeigen, dass dieses Gleichgewicht nicht mehr ganz stimmt.

114
00:12:51.740 --> 00:12:59.720
Was ich an diesem Beispiel so spannend finde, von außen würden viele Menschen wahrscheinlich sagen,

115
00:12:59.720 --> 00:13:07.100
der hat doch alles erreicht. Und ja, beruflich betrachtet stimmt das vielleicht sogar. Doch

116
00:13:07.100 --> 00:13:16.080
Gesundheit und Erfolg sind nicht immer dasselbe. Manchmal erreichen wir im Außen sehr viel und

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00:13:16.080 --> 00:13:22.580
verlieren dabei Stück für Stück die Verbindung zu unseren eigenen Bedürfnissen. Und genau dabei

118
00:13:22.580 --> 00:13:29.800
muss ich an ein Sprichwort denken. Wenn ich es eilig habe, mache ich einen Umweg.

119
00:13:32.380 --> 00:13:38.780
Früher habe ich diesen Satz nicht wirklich verstanden. Heute sehe ich darin eine große Wahrheit.

120
00:13:40.900 --> 00:13:46.480
Denn gerade dann, wenn wir glauben, keine Zeit für eine Pause zu haben, brauchen wir sie oft

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00:13:46.480 --> 00:13:54.420
am dringendsten. Gerade dann, wenn wir glauben, einfach nur noch weitermachen zu müssen, wäre es

122
00:13:54.420 --> 00:14:02.560
manchmal sinnvoll, kurz stehen zu bleiben. Nicht um weniger zu erreichen, sondern um langfristig

123
00:14:02.560 --> 00:14:10.240
gesund zu bleiben. Denn Erfolg verliert irgendwann seinen Wert, wenn wir unsere Gesundheit dafür

124
00:14:10.240 --> 00:14:17.780
dauerhaft opfern. Und vielleicht besteht die eigentliche Kunst nicht darin, immer noch mehr

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00:14:17.780 --> 00:14:25.200
zu schaffen, sondern darin, einen Weg zu finden, auf dem Erfolg und Gesundheit gemeinsam ihren

126
00:14:25.200 --> 00:14:33.320
Platz haben dürfen. Und genau an diesem Punkt möchte ich heute etwas mit dir teilen, das meine

127
00:14:33.320 --> 00:14:40.720
Sicht auf Erschöpfung verändert hat. Früher habe ich Erschöpfung genauso gesehen wie viele andere

128
00:14:40.720 --> 00:14:49.380
Menschen wahrscheinlich auch. Als etwas, das weg muss. Als etwas Störendes. Als etwas, das mich

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00:14:49.380 --> 00:14:55.740
daran hindert, das zu tun, was ich eigentlich tun möchte. Doch irgendwann habe ich angefangen,

130
00:14:55.740 --> 00:15:04.420
mich zu fragen, was wäre eigentlich, wenn Erschöpfung gar nicht mein Feind ist? Was wäre,

131
00:15:05.580 --> 00:15:12.420
wenn sie mir etwas mitteilen möchte? Denn wenn wir ehrlich sind, behandelt unsere Gesellschaft

132
00:15:12.420 --> 00:15:19.160
Erschöpfung oft wie einen Fehler. Etwas, das möglichst schnell behoben werden muss. Wir trinken

133
00:15:19.160 --> 00:15:26.320
noch einen Kaffee. Wir motivieren uns noch einmal. Wir sagen uns, dass wir einfach stärker sein

134
00:15:26.320 --> 00:15:35.000
müssen. Und machen weiter. Doch was wäre, wenn Erschöpfung in Wirklichkeit ein Signal ist? Ein

135
00:15:35.000 --> 00:15:41.700
Signal unseres Körpers. Ein Signal, das uns darauf aufmerksam machen möchte, dass etwas aus dem

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00:15:41.700 --> 00:15:47.840
Gleichgewicht geraten ist. Denn genauso wie Hunger uns zeigt, dass wir Nahrung brauchen,

137
00:15:49.160 --> 00:15:51.940
Und Durst uns zeigt, dass wir Wasser brauchen?

138
00:15:53.080 --> 00:15:57.240
Keine Erschöpfung uns vielleicht zeigen, dass wir etwas anderes brauchen.

139
00:15:58.540 --> 00:16:10.800
Mehr Ruhe, mehr Erholung, mehr Schlaf, mehr Zeit für uns selbst, mehr Freude, mehr Leichtigkeit.

140
00:16:12.380 --> 00:16:15.180
Oder vielleicht auch Veränderungen in unserem Leben.

141
00:16:15.180 --> 00:16:23.520
Und genau deshalb finde ich die Frage so spannend, was braucht ein Mensch eigentlich wirklich?

142
00:16:25.320 --> 00:16:33.320
Denn oft glauben wir, dass wir noch mehr schaffen müssen, noch mehr leisten müssen, noch produktiver werden müssen.

143
00:16:35.140 --> 00:16:39.340
Doch wenn ich mit Menschen arbeite, stelle ich häufig etwas anderes fest.

144
00:16:41.080 --> 00:16:42.640
Viele Menschen brauchen nicht noch mehr.

145
00:16:44.240 --> 00:16:45.060
Sie brauchen weniger.

146
00:16:45.180 --> 00:17:00.240
weniger Druck, weniger Erwartungen, weniger Stress, weniger Perfektionismus, weniger das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen.

147
00:17:01.720 --> 00:17:04.860
Und dafür vielleicht etwas mehr von dem, was sie nährt.

148
00:17:06.260 --> 00:17:08.400
Mehr Zeit mit Menschen, die ihnen gut tun.

149
00:17:09.880 --> 00:17:11.280
Mehr Momente der Ruhe.

150
00:17:13.120 --> 00:17:15.060
Mehr Dinge, die ihnen Freude bereiten.

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00:17:15.180 --> 00:17:18.800
Mehr Zeit für sich selbst.

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00:17:18.800 --> 00:17:23.560
Und manchmal beginnt genau dort Veränderung.

153
00:17:23.560 --> 00:17:30.300
Nicht indem wir noch mehr tun, sondern indem wir aufhören, ständig gegen uns selbst zu

154
00:17:30.300 --> 00:17:32.420
arbeiten.

155
00:17:32.420 --> 00:17:35.980
Denn vielleicht ist Erschöpfung nicht die Frage.

156
00:17:35.980 --> 00:17:37.980
Vielleicht ist Erschöpfung die Antwort.

157
00:17:37.980 --> 00:17:41.880
Die Antwort auf etwas, das schon lange aus dem Gleichgewicht geraten ist.

158
00:17:41.880 --> 00:17:48.060
Und genau deshalb lohnt es sich, nicht nur zu fragen, wie werde ich meine Erschöpfung

159
00:17:48.060 --> 00:17:54.500
los, sondern vielleicht einmal zu fragen, was möchte ich mir meine Erschöpfung eigentlich

160
00:17:54.500 --> 00:17:55.500
sagen?

161
00:17:55.500 --> 00:17:58.700
Und genau an dieser Stelle möchte ich eine weitere Frage stellen.

162
00:17:58.700 --> 00:18:04.120
Was wird uns eigentlich genommen, wenn wir dauerhaft über unsere eigenen Grenzen gehen?

163
00:18:04.120 --> 00:18:08.440
Ich glaube, die meisten Menschen würden zuerst sagen, Energie.

164
00:18:08.440 --> 00:18:10.940
Und ja, das stimmt.

165
00:18:10.940 --> 00:18:17.060
Doch ich glaube, Erschöpfung nimmt uns oft noch viel mehr als nur Energie.

166
00:18:17.060 --> 00:18:20.060
Sie nimmt uns Lebensfreude.

167
00:18:20.060 --> 00:18:22.940
Sie nimmt uns Leichtigkeit.

168
00:18:22.940 --> 00:18:25.560
Sie nimmt uns Präsenz.

169
00:18:25.560 --> 00:18:32.740
Sie nimmt uns die Fähigkeit, die schönen Momente des Lebens wirklich wahrzunehmen.

170
00:18:32.740 --> 00:18:40.740
Denn wenn wir dauerhaft erschöpft sind, sind wir zwar körperlich anwesend, aber oft

171
00:18:40.740 --> 00:18:49.740
nicht mehr wirklich da. Nicht bei uns selbst, nicht bei unseren Liebsten, nicht bei den Dingen,

172
00:18:49.740 --> 00:18:56.540
die uns eigentlich Freude bereiten. Wir funktionieren, aber wir erleben nicht mehr wirklich.

173
00:18:56.540 --> 00:19:03.240
Und genau deshalb glaube ich, dass Erschöpfung uns etwas sehr Wertvolles zeigen möchte. Sie

174
00:19:03.240 --> 00:19:10.480
möchte uns daran erinnern, dass wir nicht nur zum Funktionieren hier sind. Dass unser Leben nicht

175
00:19:10.480 --> 00:19:17.520
nur aus Aufgabenlisten besteht, nicht nur aus Terminen, nicht nur aus Verpflichtungen, sondern

176
00:19:17.520 --> 00:19:28.940
auch aus Momenten, aus Begegnungen, aus Freude, aus Ruhe, aus Dingen, die uns Kraft schenken.

177
00:19:30.540 --> 00:19:34.900
Und vielleicht ist genau das der eigentliche Verlust, wenn wir dauerhaft über unsere Grenzen

178
00:19:34.900 --> 00:19:43.780
gehen. Nicht die Energie, sondern die Verbindung zu dem, was unser Leben lebenswert macht. Denn

179
00:19:43.780 --> 00:19:47.380
wenn wir immer nur funktionieren, verlieren wir irgendwann den Kontakt zu dem Menschen,

180
00:19:47.800 --> 00:19:54.900
für den wir das alles eigentlich tun. Zu uns selbst. Und vielleicht beginnt Veränderung genau

181
00:19:54.900 --> 00:20:01.400
dort. Nicht, wenn wir noch mehr leisten. Nicht, wenn wir noch produktiver werden. Sondern,

182
00:20:01.400 --> 00:20:06.760
wenn wir anfangen, uns selbst wieder wichtig genug zu nehmen. Wichtig genug für eine Pause.

183
00:20:06.760 --> 00:20:14.220
Wichtig genug für Erholung. Wichtig genug, um auf die Signale unseres Körpers zu hören.

184
00:20:14.220 --> 00:20:21.680
Denn vielleicht ist wahre Stärke nicht immer weiterzugehen. Vielleicht ist wahre Stärke

185
00:20:21.680 --> 00:20:28.940
manchmal die Fähigkeit, stehen zu bleiben. Zum Abschluss möchte ich dir noch eine Frage

186
00:20:28.940 --> 00:20:35.420
mitgeben. Wann hast du das letzte Mal gespürt, dass dein Körper eigentlich eine Pause gebraucht

187
00:20:35.420 --> 00:20:42.740
hätte, du aber trotzdem weitergemacht hast? Und wenn dir jetzt spontan eine Situation einfällt,

188
00:20:42.740 --> 00:20:49.060
dann sei bitte nicht zu streng mit dir. Denn ich glaube, genau das kennen sehr viele Menschen.

189
00:20:49.060 --> 00:20:58.120
Wir leben in einer Welt, in der Leistung oft mehr Aufmerksamkeit bekommt als Erholung. In einer Welt,

190
00:20:58.120 --> 00:21:01.900
in der Durchhalten häufig mehr Anerkennung bekommt als rechtzeitiges Innehalten.

191
00:21:01.900 --> 00:21:09.000
Und genau deshalb passiert es vielen Menschen, dass sie die eigenen Grenzen erst bemerken,

192
00:21:09.000 --> 00:21:15.580
wenn der Körper bereits sehr deutlich geworden ist. Nicht weil sie etwas falsch gemacht haben,

193
00:21:15.580 --> 00:21:23.120
sondern weil sie es oft nicht anders gelernt haben. Mich würde heute wirklich interessieren,

194
00:21:23.120 --> 00:21:30.260
Gab es in deinem Leben schon einmal eine Phase, in der dein Körper dir deutlich gezeigt hat, dass du eine Pause brauchst?

195
00:21:31.500 --> 00:21:33.600
Und woran hast du es damals bemerkt?

196
00:21:35.620 --> 00:21:41.260
Wenn du über Spotify hörst, freue ich mich, wenn du mir einen Kommentar direkt unter dieser Folge dalässt.

197
00:21:42.560 --> 00:21:46.140
Oder du schreibst mir auf Instagram unter Vitalis Zentrum.

198
00:21:47.720 --> 00:21:50.720
Ich lese jede Nachricht und jeden Kommentar persönlich.

199
00:21:50.720 --> 00:21:57.920
Und vielleicht greife ich deine Gedanken oder deine Geschichte sogar in einer der nächsten Folgen auf.

200
00:21:59.140 --> 00:22:02.360
Denn ich glaube, wir können unglaublich viel voneinander lernen.

201
00:22:04.240 --> 00:22:06.460
Nimm diese Frage gerne mit in die nächsten Tage.

202
00:22:08.080 --> 00:22:15.100
Und vielleicht beobachtest du einmal ganz bewusst, wie oft dein Körper dir eigentlich schon zeigt, was er gerade braucht.

203
00:22:17.040 --> 00:22:18.960
Vielleicht braucht er gar nicht noch mehr Leistung.

204
00:22:18.960 --> 00:22:22.440
Vielleicht braucht er gerade etwas ganz anderes.

205
00:22:22.440 --> 00:22:33.820
Mehr Ruhe, mehr Erholung, mehr Leichtigkeit oder einfach einen Moment, in dem du ihm wieder

206
00:22:33.820 --> 00:22:34.820
zuhörst.

207
00:22:34.820 --> 00:22:39.960
Danke, dass du heute wieder dabei warst und diese Zeit mit mir verbracht hast.

208
00:22:39.960 --> 00:22:46.200
Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich, wenn du sie mit Menschen teilst, die

209
00:22:46.200 --> 00:22:47.640
sie ebenfalls inspirieren könnten.

210
00:22:47.640 --> 00:22:55.440
Und denk immer daran, Heilung beginnt oft dort, wo wir bereit sind, tiefer hinzuschauen.

211
00:22:56.740 --> 00:23:03.780
Ich wünsche dir eine gute Zeit. Bis zur nächsten Folge. Dein Patrick vom Vitalis Zentrum.
