Warum glauben wir eigentlich, dass wir selbst zuletzt kommen sollten?
Für andere hast du Verständnis, mit dir selbst bist du streng? Diese Folge zeigt typische Muster der Selbstkritik und lädt dich ein, dir dieselbe Freundlichkeit zu geben wie einem Menschen, den du liebst.
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Die Folge auf einen Blick
Das nimmst du mit.
- Achte darauf, wie du innerlich mit dir sprichst, wenn etwas misslingt oder noch nicht fertig ist.
- Wer nur das Unerledigte sieht, übersieht leicht die eigene Leistung. Ein Kompliment darf auch einmal stehen bleiben.
- Du musst Fehler nicht leugnen, um verständnisvoll mit dir umzugehen. Selbstmitgefühl und Verantwortung passen zusammen.
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Beschreibung zur Folge
Viele Menschen gehen mit anderen verständnisvoll, geduldig und liebevoll um.
Doch wie begegnen wir eigentlich uns selbst?
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum wir mit uns selbst oft strenger sind als mit jedem anderen Menschen, wie unsere innere Stimme unser Wohlbefinden beeinflusst und weshalb echte Gesundheit auch damit beginnt, wie wir über uns selbst denken.
Eine Folge über Selbstmitgefühl, den eigenen Wert und die Frage, warum wir uns selbst häufig die Freundlichkeit verweigern, die wir anderen so selbstverständlich schenken.
Reflexionsfrage der Folge:
Wenn du heute mit dir selbst einmal so sprechen würdest, wie mit einem Menschen, den du von Herzen liebst - was würdest du dir sagen?
Die ganze Folge zum Nachlesen
Automatisch transkribiert. Einzelne Wörter können von der Hörfassung abweichen.
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Hallo und herzlich willkommen bei Körper und Seele, deinem Gesundheitspodcast. Hier ist Patrick vom Vitalis Zentrum. Schön, dass du heute wieder dabei bist. Bevor wir mit dem heutigen Thema starten, möchte ich noch einmal kurz an die letzte Folge anknüpfen. In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen, warum es uns oft so schwerfällt, Nein zu sagen. Wir haben darüber gesprochen, dass viele Menschen Ja sagen, obwohl sie eigentlich Nein meinen. Dass sie ihre eigenen Grenzen überschreiten, weil sie Angst haben, andere zu enttäuschen oder weil sie das Gefühl haben,
immer für andere da sein zu müssen. Vielleicht hast du die Reflexionsfrage der letzten Folge ein wenig mit dir getragen. Gab es in deinem Leben schon einmal eine Situation, in der du eigentlich Nein sagen wolltest, aber trotzdem Ja gesagt hast? Vielleicht ist dir dabei aufgefallen, dass es beim Nein sagen gar nicht nur um dieses kleine Wort Nein geht, sondern um etwas, das viel tiefer liegt. Denn wenn wir ehrlich sind, stellt sich vielleicht eine ganz andere Frage. Warum glauben wir eigentlich, dass wir selbst zuletzt kommen sollten? Ich finde diese Frage unglaublich spannend. Denn wenn wir einem Menschen begegnen, den wir lieben, dann wünschen wir ihm doch von Herzen, dass es ihm gut geht.
Wir wünschen ihm Gesundheit, wir wünschen ihm Ruhe, wir wünschen ihm Freude und wir wünschen ihm, dass er gut auf sich achtet. Doch wie oft wünschen wir uns eigentlich genau das selbst? Kennst du das? Ein Mensch, den du liebst, erzählt dir, dass er völlig erschöpft ist, dass er kaum noch Kraft hat, dass er sich schon lange keine Pause mehr gegönnt hat. Was würdest du ihm wahrscheinlich sagen? Vielleicht würdest du sagen, pass bitte gut auf dich auf. Du musst auch einmal an dich denken. Du kannst nicht immer nur für andere da sein. Und jetzt möchte ich dir eine andere Frage stellen. Wann hast du das letzte
Mal genau diese Worte zu dir selbst gesagt? Ich glaube, genau hier beginnt etwas, worüber wir viel zu selten sprechen. Mit anderen Menschen gehen wir häufig unglaublich verständnisvollen. Wir hören ihnen zu. Wir machen ihnen Mut. Wir nehmen ihre Gefühle ernst. Wir trösten sie, wenn es ihnen nicht gut geht. Doch wie begegnen wir eigentlich uns selbst? Sind wir mit uns genauso geduldig, genauso verständnisvoll, genauso mitfühlend oder erwarten wir von uns oft viel mehr, als wir jemals von einem anderen Menschen erwarten würden? Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen. Denn ich glaube, dass Gesundheit nicht nur etwas damit zu tun hat,
wie wir unseren Körper behandeln, sondern auch damit, wie wir jeden Tag mit uns selbst umgehen. Vielleicht verbringen wir mit keinem Menschen so viel Zeit wie mit uns selbst. Und trotzdem behandeln viele Menschen ausgerechnet diesen einen Menschen am härtesten. Aber warum ist das eigentlich so? Genau dieser Frage möchte ich heute gemeinsam mit dir nachgehen. Warum ist das eigentlich so? Ich glaube, wenn wir ehrlich sind, fällt uns das im Alltag oft gar nicht bewusst auf. Es passiert ganz automatisch. Stell dir einmal einen Menschen vor, den du von Herzen liebst. Vielleicht einen guten Freund, deinen Partner, ein Familienmitglied oder einen anderen Menschen,
der dir sehr wichtig ist. Dieser Mensch macht einen Fehler. Etwas läuft nicht so, wie er es sich vorgestellt hat. Er ist enttäuscht, vielleicht sogar erschöpft. Wie würdest du mit ihm sprechen? Wahrscheinlich würdest du sagen, das ist überhaupt nicht schlimm. Jeder Mensch macht Fehler. Mach dir keinen Druck. Du gibst doch schon dein Bestes. Mit anderen Menschen finden wir häufig sehr liebevolle Worte. Wir schenken ihnen Verständnis, Geduld, Mitgefühl und wir wünschen uns, dass sie gut mit sich umgehen. Doch was passiert, wenn wir selbst einen Fehler machen? Dann klingt unsere
innere Stimme oft ganz anders. Warum habe ich das nicht besser gemacht? Das hätte ich wissen müssen. Ich müsste doch eigentlich stärker sein. Warum bekomme ich das nicht hin? Und genau das finde ich unglaublich spannend. Denn oft sprechen wir mit uns selbst auf eine Weise, wie wir niemals mit einem Menschen sprechen würden, den wir lieben. Lass diesen Gedanken einmal kurz wirken. Warum fällt es uns so leicht, anderen Mitgefühl zu schenken, aber so schwer uns selbst? Ich glaube, weil viele von uns schon früh gelernt haben, dass wir funktionieren müssen,
dass wir stark sein müssen, dass wir Erwartungen erfüllen müssen, dass Fehler möglichst vermieden werden sollten. Und mit der Zeit wird diese Stimme von außen zu unserer eigenen inneren Stimme. Irgendwann braucht es niemanden mehr, der Druck auf uns ausübt. Wir übernehmen diese Aufgabe selbst. Wir werden unser eigener größter Kritiker. Und das geschieht oft ganz unbewusst. Vielleicht kennst du das sogar auch. Du gibst dein Bestes, du strengst dich an, du möchtest alles richtig machen und trotzdem hast du manchmal das Gefühl, es reicht noch nicht.
Vielleicht erreichst du etwas, worauf du eigentlich stolz sein könntest. Doch anstatt diesen Moment zu genießen, richtet sich dein Blick schon wieder auf das Nächste, das noch nicht geschafft ist. Vielleicht bekommst du sogar ein ehrliches Kompliment. Doch innerlich findest du sofort Gründe, warum es eigentlich gar nicht so besonders war. Und genau dadurch entsteht etwas, das viele Menschen über Jahre begleitet. Nicht, weil andere ständig zu streng mit ihnen sind, sondern weil sie selbst nie gelernt haben, freundlich mit sich umzugehen. Vielleicht beginnt Veränderung deshalb nicht damit, noch mehr an sich zu arbeiten. Vielleicht beginnt sie damit, anders mit sich zu sprechen. Denn die Art, wie wir jeden Tag mit uns
selbst sprechen, prägt nicht nur unsere Gedanken. Sie prägt auch unser Wohlbefinden, unsere Energie, unseren Umgang mit Herausforderungen und vielleicht sogar unsere Gesundheit. Denn wenn wir jeden Tag gegen uns selbst kämpfen, kostet uns das Kraft. Kraft, die wir eigentlich für das Leben selbst brauchen. Und genau dabei muss ich an eine Kundin denken, die ich vor einiger Zeit begleiten durfte. Sie war ein unglaublich herzlicher Mensch. Jemand, der immer ein offenes Ohr für andere hatte. Wenn Freunde Probleme hatten, hörte sie zu. Wenn jemand einen Fehler gemacht hatte, fand sie immer verständnisvolle Worte. Sie konnte Menschen Mut machen, sie konnte ihnen Hoffnung geben und sie hatte die besondere Fähigkeit, in anderen immer das Gute zu sehen.
Doch irgendwann haben wir über sie selbst gesprochen und dabei fiel ein Satz, der mich bis heute begleitet. Sie sagte, ich habe das Gefühl, dass ich nie gut genug bin. Nicht, weil andere Menschen ihr das ständig gesagt hätten, sondern weil sie es selbst über viele Jahre angefangen hatte zu glauben. Sie hatte ständig das Gefühl, noch mehr leisten zu müssen, noch besser sein zu müssen, noch mehr schaffen zu müssen. Und irgendwann habe ich sie etwas gefragt. Ich habe gesagt, stell dir einmal vor, deine beste Freundin würde dir genau das erzählen, was du gerade über dich selbst gesagt hast. Sie schaute mich an. Sie überlegte einen Moment und dann lächelte sie leicht und sagte,
nein, zu ihr würde ich das niemals sagen. Und genau dieser Moment hat mich sehr berührt. Denn plötzlich wurde ihr bewusst, dass sie mit allen Menschen liebevoll sprach, nur mit sich selbst nicht. Ich glaube, genau das passiert vielen Menschen. Wir vergeben anderen ihre Fehler. Doch unsere eigenen Fehler tragen wir oft jahrelang mit uns herum. Wir schenken anderen Verständnis, doch uns selbst schenken wir häufig Kritik. Wir sehen das Gute in anderen, doch bei uns selbst sehen wir oft zuerst das, was noch nicht reicht. Und irgendwann wird diese Art, mit sich selbst zu sprechen, völlig normal. So normal, dass wir sie gar nicht mehr hinterfragen.
Dabei möchte ich dir heute einen Gedanken mitgeben. Vielleicht bist du der Mensch, mit dem du in deinem ganzen Leben die meisten Gespräche führst. Nicht laut, sondern in deinen Gedanken. Jeden einzelnen Tag. Und genau deshalb lohnt es sich vielleicht, einmal ganz bewusst hinzuhören. Wie sprichst du eigentlich mit dir selbst? Ist deine innere Stimme jemand, der dich aufbaut? Oder jemand, der dich ständig antreibt? Jemand, der dir Mut macht? Oder jemand, der dir immer wieder sagt, dass es noch nicht reicht? Denn diese innere Stimme begleitet dich jeden Tag.
Sie begleitet dich morgens nach dem Aufstehen. Sie begleitet dich auf der Arbeit. Sie begleitet dich, wenn dir etwas gelingt. Und sie begleitet dich auch dann, wenn einmal etwas nicht so läuft, wie du es dir gewünscht hast. Vielleicht beginnt Selbstversorge deshalb viel früher, als wir oft denken. Nicht erst bei gesunder Ernährung. Nicht erst bei Bewegung. Nicht erst bei einer Pause. Vielleicht beginnt sie bereits bei der Entscheidung, mit uns selbst so zu sprechen, wie wir mit einem anderen Menschen sprechen würden, den wir von Herzen lieben. Und genau an diesem Punkt ist mir irgendwann noch ein Gedanke gekommen.
Vielleicht ist die wichtigste Beziehung in unserem Leben gar nicht die zu einem anderen Menschen, sondern die Beziehung zu uns selbst. Denn mit keinem Menschen verbringen wir so viel Zeit wie mit uns selbst. Und trotzdem schenken wir dieser Beziehung auf die wenigste Aufmerksamkeit. Wir pflegen unsere Freundschaften, wir investieren Zeit in unsere Familie, wir kümmern uns um unsere Partnerschaft. Doch wie oft kümmern wir uns eigentlich bewusst um die Beziehung zu uns selbst? Ich glaube, genau dort beginnt etwas, das viele Menschen ihr ganzes Leben begleitet. Wenn wir jeden Tag mit uns selbst sprechen, als wären wir nie gut genug, dann beginnen wir irgendwann, das zu glauben. Nicht, weil
es wahr ist, sondern weil wir es uns oft genug erzählt haben. Lasst diesen Gedanken einmal kurz wirken. Denn unsere innere Stimme ist wie ein Begleiter. Sie ist jeden Tag da. Sie begleitet jeden Erfolg, jeden Fehler, jeden schönen Moment und jede Herausforderung. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob wir mit uns selbst sprechen, sondern wie. Vielleicht müssen wir gar nicht lernen, ein anderer Mensch zu werden. Vielleicht dürfen wir lernen, der Mensch zu sein, der uns selbst gut tut. Denn ich glaube, dass viele Menschen ihr ganzes Leben versuchen, den Erwartungen
anderer gerecht zu werden. Dabei vergessen sie oft, sich selbst mit derselben Freundlichkeit zu begegnen, die sie anderen Menschen jeden Tag schenken. Und vielleicht beginnt genau dort Veränderung. Nicht dann, wenn wir perfekt werden. Nicht dann, wenn wir alles erreicht haben, sondern in dem Moment, in dem wir beginnen, uns selbst als einen Menschen zu behandeln, der ebenfalls Verständnis, Geduld und Mitgefühl verdient. Denn du bist erst nicht dann wertvoll, wenn du mehr leistest. Nicht erst dann, wenn du alles richtig machst. Nicht erst dann, wenn andere stolz auf dich sind. Dein Wert war nie davon abhängig und vielleicht darf
genau dieser Gedanke dich heute begleiten. Zum Abschluss möchte ich dir heute wieder eine Frage mitgeben. Wenn du heute mit dir selbst einmal so sprechen würdest, wie mit einem Menschen, den du von Herzen liebst, was würdest du dir sagen? Nimm dir für diese Frage ruhig einen kleinen Moment Zeit. Vielleicht fällt dir die Antwort nicht sofort ein. Das ist vollkommen in Ordnung, denn auch das ist ein Prozess. Mich würde heute wirklich interessieren, hast du dich schon einmal dabei erwischt, dass du mit dir selbst viel strenger gesprochen hast, als mit einem Menschen, den du liebst? Wenn du über Spotify hörst, freue ich mich,
wenn du mir einen Kommentar direkt unter dieser Folge dalässt. Oder du schreibst mir auf Instagram unter Vitalis Zentrum. Ich lese jede Nachricht und jeden Kommentar persönlich. Und vielleicht greife ich deine Gedanken oder deine Geschichte sogar in einer der nächsten Folgen auf. Denn ich glaube, wir können unglaublich viel voneinander lernen. Nimm diese Frage gerne mit in die nächsten Tage. Vielleicht achtest du einmal bewusst darauf, wie du mit dir selbst sprichst. Nicht um dich dafür zu verurteilen, sondern um dich selbst ein Stück besser kennenzulernen. Denn genau dort beginnt Veränderung. Danke, dass du heute wieder dabei warst und diese Zeit mit mir verbracht hast.
Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich, wenn du sie mit Menschen teilst, die sie ebenfalls inspirieren könnte. Und denk immer daran, so wie du einem Menschen, den du liebst, mit Verständnis und Mitgefühl begegnest, darfst du auch dir selbst begegnen. Ich wünsche dir eine gute Zeit. Bis zur nächsten Folge. Dein Patrick vom Vitalis Zentrum
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